Geothermie
Geothermie nutzt Wärme aus dem Untergrund und kann einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wärmeversorgung leisten. Diese Wärmequelle steht unabhängig von Wetter und Tageszeit zur Verfügung und kann vor Ort genutzt werden. Rund drei Kilometer unter Wien haben wir ein großes natürliches Thermalwasservorkommen entdeckt. Gemeinsam mit der OMV arbeiten wir im Joint Venture „deeep“ an der ersten Tiefengeothermie-Anlage für Wien, die 2029 in Betrieb gehen soll.


Schon gewusst?
- In Wien wollen wir die Wärme aus der Erde in einer Tiefe von rund 3.000 Metern nutzen und daraus klimaneutrale Fernwärme machen. Zum Vergleich: Das ist rund 100 Mal tiefer als die tiefste U-Bahn-Station Wiens.
- Die Temperatur im Erdinneren steigt durchschnittlich um drei Grad Celsius alle 100 Meter. In rund drei Kilometern Tiefe hat Wien Energie im Rahmen des Forschungsprojekts „GeoTief Wien“ bereits Thermalwasser mit einer Temperatur von etwa 95 Grad Celsius nachweisen können.
- Der Untergrund Wiens besteht aus unterschiedlichen Schichten, die sich in den letzten Jahrmillionen überlagert haben. Das „Aderklaaer Konglomerat“ – die wasserführende Gesteinsschicht, die Wien Energie für die Geothermie nutzen will – ist rund 20 Millionen Jahre alt.
- Das Wasser im „Aderklaaer Konglomerat“ ist nicht mit dem Trinkwasser aus dem Wasserhahn zu vergleichen. Das unter der Stadt gespeicherte Heißwasser ist seit Millionen Jahren im Gestein isoliert. Wegen der darin gelösten Stoffe ist es kein Grundwasser und auch nicht trinkbar.
Erste Wiener Tiefengeothermie-Anlage in Aspern
In den 2030er Jahren könnten bis zu 200.000 Haushalte mit Fernwärme aus Tiefengeothermie versorgt werden. Dafür planen wir im Joint Venture "deeep", bis zu sieben Tiefengeothermie-Anlagen im Stadtgebiet zu errichten. Die 1. Tiefengeothermie-Anlage in Aspern ist das Pilotprojekt, mit dem der Grundstein für den erfolgreichen Ausbau gelegt werden soll.
